me and the world

Gestern war wieder einer der Tage, an denen Apple mich zweifelnd den Kopf schütteln ließ. Das Ipad soll nicht weniger als die nächste digitale “Revolution made in Cupertino” einleiten und Millionen Fanboys weltweit scheinen das zu glauben.
Werfen wir einen Blick auf die Fakten: Das “Ding” ist quasi ein iPhone, das man um ein paar essentielle Features beraubt und mit der Teigrolle auf Megaformat gebracht hat.
Wer braucht sowas?
Ich weiß es wirklich nicht. Für mich ist schlicht nicht vorstellbar, dass sich der Mainstream-User neben Notebook und Handy ein weiteres Gerät dieser Preisklasse kauft.
Selbst gesetzt die Tatsache, das wäre der Fall, und es gäbe wirklich einen Markt für Tablets – auch dann kann das iPad nicht überzeugen:
Dafür aber Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Ich hoffe, Microsoft revanchiert sich mit einem lustigen Video für die Excel-Witze der Vergangenheit.
Wie sollte ein iPad aussehen?
Da es imho aktuell keinen Markt für reine Pads (zumindest nicht zu diesem Preis) gibt, könnte man das iPad mit dem anderen Nischengerät Apples (MacBook Air) verheiraten.
Wenn man das Display des MacBook Air vollständig herumklappen könnte und es ein Touchdisplay bekäme, hätte man ein All-in-One-Gerät. Man könnte es als vollwertiges Notebook einsetzen oder inkl. Webcam als Pad vor dem TV oder auf dem Klo nutzen.
Gut vorstellbar, dass andere Hersteller (Acer? Asus?) mit solchen Konzepten an den Markt gehen und Apple ein zweites Mal (wie bei den Netbooks) in die Röhre schaut.
Kai Thrun
January 28th, 2010 at 10:21 am
Ich denke, Apple wird die Nase vorn haben. Ich habe in meinem Blogposting (auf das ich bewusst jetzt nicht verweise), aufgezählt was nicht neu ist:
* Surfen
* Mails schreiben und lesen
* Photos angucken
* Videos gucken
* Youtube
* Musik hören
* iTunes
* Landkarten angucken
* Kontakte verwalten
* Termine verwalten
* Desktop
* Dektop-Suchen gibt es auch schon
Alles schon da gewesen. Es geht nicht darum, was man macht sondern WIE – und da werden andere Hersteller schlicht in die Röhre gucken müssen, weil das Betriebssystem die Automatismen einfach nicht hergeben.
“Klingt blöd, ist aber so”
Beste Grüße, Kai
Sebastian
January 28th, 2010 at 10:29 am
Hier ist das Posting:
http://derwebarchitekt.de/apple-ipad-es-ist-das-wie-nicht-das-was/
… aber imho auch nichts substantielles, warum man das Gerät kaufen sollte. Und das E-Mail tippen auf einem Touchpad mehr Spass macht als an einem richtigen Rechner, erschließt sich mir nicht.
Und zum Photos gucken bräuchte das Ding ja zumindest USB.
Viele andere Spaßszenarien sind wegen fehlendem Multitasking und Kamera ebenfalls nicht denkbar.
Andreas
January 28th, 2010 at 10:48 am
Wenn das mal die Entscheidung einiger Leute, sich dem Mac abzuwenden, nicht beschleunigt ….
Sebastian
January 28th, 2010 at 10:50 am
@andreas
Meinste? Als Apple-Liebhabe würde mich das nicht jucken. Kauf ich mir nicht und jut. Dadurch werden die normalen Geräte ja nicht schlechter.
Als Aktionär mache ich mir schon eher Sorgen und hoffe, dass das Experiment nicht so teuer war und der “Mythos Steve Jobs” keinen allzu großen Kratzer bekommt.
Gelesen: iPad – Nein Danke « Andreas Mauf
January 29th, 2010 at 11:32 am
[...] iPad an sich kann man ja gegenteiliger Meinung sein. Aber die Sache mit dem Multitasking finde ich schon sehr ausschlaggebend, aber wird [...]