Gestern war wieder einer der Tage, an denen Apple mich zweifelnd den Kopf schütteln ließ. Das Ipad soll nicht weniger als die nächste digitale “Revolution made in Cupertino” einleiten und Millionen Fanboys weltweit scheinen das zu glauben.

Werfen wir einen Blick auf die Fakten: Das “Ding” ist quasi ein iPhone, das man um ein paar essentielle Features beraubt und mit der Teigrolle auf Megaformat gebracht hat.

Wer braucht sowas?

Ich weiß es wirklich nicht. Für mich ist schlicht nicht vorstellbar, dass sich der Mainstream-User neben Notebook und Handy ein weiteres Gerät dieser Preisklasse kauft.

Selbst gesetzt die Tatsache, das wäre der Fall, und es gäbe wirklich einen Markt für Tablets – auch dann kann das iPad nicht überzeugen:

  • keine Flashunterstützung
  • keine Webcam
  • kein Multitasking
  • kein USB

Dafür aber Textverarbeitung und Tabellenkalkulation. Ich hoffe, Microsoft revanchiert sich mit einem lustigen Video für die Excel-Witze der Vergangenheit.

Wie sollte ein iPad aussehen?

Da es imho aktuell keinen Markt für reine Pads (zumindest nicht zu diesem Preis) gibt, könnte man das iPad mit dem anderen Nischengerät  Apples (MacBook Air) verheiraten.

Wenn man das Display des MacBook Air vollständig herumklappen könnte und es ein Touchdisplay bekäme, hätte man ein All-in-One-Gerät. Man könnte es als vollwertiges Notebook einsetzen oder inkl. Webcam als Pad vor dem TV oder auf dem Klo nutzen.

Gut vorstellbar, dass andere Hersteller (Acer? Asus?) mit solchen Konzepten an den Markt gehen und Apple ein zweites Mal (wie bei den Netbooks) in die Röhre schaut.