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Die Krankenversicherung wechselt man nicht mal "eben so"
Da ja in meinem Bekanntenkreis bekannt ist, dass ich “irgendwas” mit VersiGate zu tun habe und mich demzufolge auskennen muss, wurde ich in den letzten Jahren häufig auf das Thema Krankenversicherung angesprochen.
Da sich aber viele Leute beratungsresistent zeigen und sich dann am Ende der Geschichte doch den “superbilligen” Tarif vom Versicherungsvertreter um die Ecke aufschwatzen lassen, habe ich ein wenig die Lust verloren, meine Sicht der Dinge dazulegen. Damit ich künftig darauf verweisen kann, werde ich das Wichtigste hier schreiben. (ich ergänze das später noch, wenn mir weitere Dinge einfallen)
Preis-/Leistung
Der Preis-/Leistungsvergleich ist bei der PKV nicht das Wichtigste. Denn der bildet nur die aktuelle Situation ab. Viel wichtiger ist die Frage, wie sich der Beitrag (die Leistungen sind ja unveränderlich, da vertraglich fixiert) in Zukunft entwickeln wird.
Und da sind wir schon bei der Krux der Sache. Einige Gesellschaften haben es in der Vergangenheit immer wieder geschafft, Beiträge derart explodieren zu lassen, dass sich die Tarife nicht mehr verkaufen lassen. Man hat dann eiligst neue Tarife aufgelegt, die dann natürlich wieder günstig waren. Nur hilft das den Bestandskunden nichts.
Da man eine Krankenversicherung nicht mal eben die KfZ-Haftpflicht wechselt, kann ich nur davon abraten, auf den billigsten Tarif mit den gewünschten Leistungen aufzuspringen, ohne weitere Dinge geprüft zu haben.
Wie kann man wissen, wie sich die Tarife entwickeln?
Antwort: Gar nicht! Das ist immer eine Wette auf die Zukunft. Aber man kann seine Chancen erheblich verbessern, wenn man die Gesellschaften umschifft, deren Tarife in der Vergangenheit explodiert sind und sich den Tarifen zuwendet, die schon eine langjährige und stabile Beitragshistorie aufweisen.
Einen kostenlosen und unverbindlichen Vergleich zur privaten Krankenversicherung, der der o.g. Philosophie folgt, könnt Ihr bei VersiGate anfordern. Die Vergleiche werden inhouse erstellt – die Adressen nicht weiterverkauft.

Müssen die Cleverrussen jetzt wieder arbeiten statt Geld zählen?
Im Spiegel der letzten Woche gab es einen interessanten Artikel zu den Auswirkungen der Finanzkrise auf Deutschland, China, die USA und Russland.
Keine Angst vor China
Gerade der chinesische Teil war sehr interessant, weil er einmal mehr illustriert, das wir in Punkto wirtschaftlicher Schlagkraft wohl keine Angst vor den Chinesen haben müssen.
Der Herbst der Oligarchen …
… heisst der Artikel zu den russischen Auswirkungen, der mir eine dicke Mitleidsträne aus dem Knopfloch gequetscht hat. Haben doch die Windfinger der Nachwendezeit fast Ihr ganzes Vermögen verloren:
Deprikaska
28,0 Mrd. Vermögen Mitte 2008
7,2 Mrd. Vermögen Ende 2008
14,0 Mrd. Schulden
Abramowitsch
23,5 Mrd. Vermögen Mitte 2008
3,3 Mrd. Vermögen Ende 2008
2,0 Mrd. Schulden
… die Liste (Quelle: Spiegel / Iswestija) umfasst noch vier weitere Oligarchen, die ihren Schotter versenkt haben. Ich finde es schon ziemlich shocking, wie undiversifiziert die Jungs global aufgestellt waren und wie schnell sie ihr ganzes Vermögen (oder sogar noch mehr) verloren haben.
Der Fluch des schnellen Reichtums
Aber das zeigt mal wieder, dass schneller Reichtum oft nicht die gleiche Nachhaltigkeit wie Vermögen hat, die über Jahrzehnte erwirtschaftet wurden.
PS: Hier gibts ‘ne kurze Meldung dazu online. Der gesamte Artikel ist offenbar der Printausgabe vorbehalten.

Die Lehmann Brossers?
Neulich auf der Bank …
Beraterin: Dann bekommen sie im zweiten und im dritten Jahr … da kann Ihnen ganz egal sein, wie sich die Börse entwickelt … sie bekommen auf jeden Fall … das Schlimmste, was Ihnen passieren kann, ist, dass sie im letzten Jahr keine Zinsen bekommen. Ihr Kapital bekommen sie auf jeden Fall zurück.
Kundin: Aber ist das jetzt ein Zertifikat?
Beraterin: Ja.
Kundin: Aber die sind doch unsicher!?
Beraterin: Ja, das denkt man immer. Wegen “Lehmann Brossers” und so. Aber deswegen sage ich ja, da muss man auf den Emittenten achten.
Kundin: Und das wäre?
Beraterin: … (Anm.d.Basti: eine kleine dt. Bank)
Kundin: Und das ist sicher?
Beraterin: Ja, klar. Die sind durch die Zentralbank …
Ich habe leider nicht mehr mitbekommen, ob die Beratung zum Abschluss führte. Aber auch nach Lehman Brothers wiegt in den Banken offenbar der Verkaufsdruck noch immer schwerer als die Angst vor Haftung.
Das Geld in Zertifikaten ist bei keiner Bank wirklich sicher. Die kleine Bankschickse um die Ecke kann überhaupt nicht beurteilen, welche Bank möglicherweise als Nächste in Turbulenzen kommt. Die staatliche Absicherungen und das Einlagensicherungssystem der Banken greifen nur für Sichteinlagen, Girokonten, Tagesgeld etc. – aber nicht für Inhaberschuldverschreibungen (=Zertifikate).
Unglaublich peinlich! Die Bundesrepublik Deutschland steigt in Höhe einer Sperrminorität (25% +1 Aktie) bei der Commerzbank ein.
Was bedeutet das für die Commerzbank?
Verzockt! Die Risiken der Dresdner Bank Übernahme nicht richtig eingeschätzt. Eine grosse Blamage und massiver Imageverlust. Nieten in Nadelstreifen
Was bedeutet das für den Staat?
Hoffentlich nette Kursgewinne für den Steuerzahler und unternehmerische Zurückhaltung. Die öffentliche Hand ist nämlich nicht sehr begabt mit dem Umgang mit Geld. Wir erinnern uns: Die Landenbanken waren die ersten, die unter die Räder kamen.

Wieviel Geld ist auf dem Foto zu sehen?
Nach 4 Jahren Berlin hat sich bei mir einiges an Kleingeld angesammelt. Nach einem Gespräch mit meiner Bank war klar, dass ich die Münzen – zumindest näherungsweise – zählen muss, bevor ich sie abgebe. Das hat mich heute zwei Stunden gekostet.
Ihr dürft jetzt mal raten!
Wieviel Geld ist auf dem Foto zu sehen? Kleiner Tipp: Das Gewicht beträgt 10,1 kg.