me and the world
Das seit meinem letzten Posting zu meinem adipösen Körper schon wieder ein paar Wochen vergangen sind, wollte ich mal ein kurzes Update geben:
Ich fühle mich mit meiner aktuellen Ernährung sehr wohl. Während ich am Anfang meist schon nach 2-3 Stunden wieder hungrig war, hat sich mein Körper offenbar an die neuen Fütterungszeiten gewöhnt und nervt mich nicht mehr mit Magenknurren und Unterzuckerung. Das ist ein gutes Zeichen. Mein Fettstoffwechsel dürfte wieder deutlich effektiver arbeiten und sich seinen “kleinen Snack” für Zwischendurch von meiner “Killerplauze” holen.
Es gibt zwar eine deutlich gesündere Variante das zu erreichen (Sport), aber da ich mir beim Joggen meinen Fuss vergniesgnaddelt habe und unter akutem Zeitmangel leide, wird das im Moment nichts.
Ich mache einfach erstmal so weiter. Im Moment purzeln ohne grössere Bemühungen zwischen 300 und 500 g pro Woche, was ziemlich genau der Kalorienersparnis zwischen meiner Ernährung und meinem bürohockenden Grundbedarf entspricht.

Eis ist definitiv lecker!
Abstände zwischen den Mahlzeiten
Zwischen den Mahlzeiten liegen 5 bzw. 6 Stunden. Optimal, um den Insulinspiegel sinken zu lassen und den Fettzellen die Chance zu geben, sich auszukotzen zu entleeren.
Trinken
Trinken tu ich ausser Wasser nur 2-3 Tassen Tee mit Agaven Dicksaft, um meine narkoleptischen Anfälle im Zaum zu halten.
Mittagessen
Da gibts, worauf ich Lust habe. Döner, Suppe, Selbstgekochtes … ganz egal … jedenfalls eine vollständige Mahlzeit mit Nachtisch (Eis, Joghurt, Gummibärchen).
Abendessen
Hier zaubern wir was “Leichtes” selbst. Beispiele: Salat mit Hähnchenfleisch, Paella, Fischfilets mit Gemüse – auch danach gibts oft noch ein Eis.
Das Prinzip ist ganz einfach: Die “grossen Mahlzeiten” sollen die Lust, zwischendurch irgendwas zu “snaken”, dämpfen. Das klappt gerade abends wirklich gut.

In den letzten 3 Monaten hat sich mein Arbeitspensum wieder deutlich erhöht. Das lässt sich im Moment leider nicht anders machen. Zwar bin ich noch nicht wieder so krass unterwegs, wie ich das mal war, aber so 50-60 Stunden die Woche kommen schon zusammen. Da bleibt zwar noch genug Zeit für Sport. Aber es fehlt abends einfach die Lust dazu.
Ich habe trotzdem meinen Gewichtschart aktualisiert – auch, um die Motivation mal wieder ein wenig zu erhöhen. Vielleicht versuche ich einfach mal, morgens oder mittags ein bisschen Sport zu machen. Da bin ich noch fit und “lustig”.
PS: Ich habe den Chart mit Google Docs komplett neu gebastelt und alles verwendet, was ich an Daten noch finden konnte. Das ist jetzt von 2006-2009 ziemlich komplett.
PPS: Ich muss wieder mehr “abnehmbloggen”, das Thema ist in meinen Analytics-Daten “most wanted”

Zucker - der größte Feind des Abnehmwilligen
Ich wurde ja schon mehrmals gebeten, mal ein bisschen detaillierter über meine Ansichten zum Thema “Abnehmen” zu schreiben. Ich werde das in mehrere Teile zerlegen. Ich muss aber vorausschicken, dass ich kein Mediziner bin und hier nur meine persönliche Ernährungsphilosophie darstelle, die ich – gerade für Menschen mit Vorerkrankungen – gar nicht zur ungeprüften Nachahmung empfehlen will.
Zucker
Wenn man abnehmen will, ist Zucker grundsätzlich “böse”. Er ist – ganz im Gegensatz zu vielen Fetten, die so gerne im Visier der Medien stehen – ein echter Dickmacher. Das zählt wohl auch zu den größten Missverständnissen im Ernährungsbereich. So gehören viele Völker, die sich sehr fettreich ernähren zu den schlankesten, während die moderne westliche Zuckerfutterei zu Übergewicht führt. Der Zuckerverbrauch in den westlichen Industrienationen ist in den letzten Jahrzehnten explosionsartig angestiegen. Das Übergewicht ebenso.
Verzicht ist keine Lösung
Wer – wie ich – nicht ganz auf süsse Genüsse verzichten will, braucht eine praktikable Lösung. Ich habe keine Lust, das alles einzeln zu begründen und mit Studien zu unterlegen (bei Interesse einfach nachgurgeln
… hier ist meine Futterliste:
Es geht primär darum, solche Zuckerarten zu meiden, die zu einer hohen Insulinausschüttung führen. Agaven-Dicksaft ist zwar nicht der “perfekte Zuckerersatz”, den man bedenkenlos in Massen konsumieren kann. Aber die Freisetzung des Zuckers erfolgt deutlich langsamer (keine Peaks) als bei normalem Kristallzucker. Und er schmeckt – ganz im Gegensatz zu Honig etwa – absolut neutral.
Dito bei Obst. Fructose wird vom menschlichen Darm wesentlich langsamer resorbiert als Glucose.
Ich verzichte auf das, was mir den geringsten Genuss bereitet
Der Verzicht auf Kartoffeln, Reis und Nudeln richtet sich vor allem gegen die minderwertigen (kurzkettigen) Kohlenhydrate. Wenn ich auf etwas verzichten muss, um abzunehmen, dann doch am ehesten auf das, was mir den geringsten Genuss bereitet. Und das sind viel eher die kohlenhydratreichen Beilagen als das lecker Steak oder das gesunde und kalorienarme Gemüse.
Das steht ganz im Gegensatz zu denen, die sich sagen: “Hmmm… das Eis hat 440 kcal und die Reiswaffel 120 kcal … dann esse ich lieber drei Reiswaffeln.” Am Ende der Geschichte sind sie meist mürrisch, unzufrieden und stopfen das Eis zusätzlich zu den Reiswaffeln rein.
Mein oberstes Gebot:
Nichts essen, was nicht richtig lecker ist. Wenn ich auf das verzichte, was ich eh nicht unbedingt essen will – aber das man halt “überlicherweise so isst” – spare ich schon eine ganze Menge Kalorien.
Zuckerreduzierung lohnt sich immer
Die Reduzierung des Zuckerkonsums ist übrigens nicht nur so ein “Abnehmding”. Inzwischen ist ziemlich sicher, dass der Konsum von schnell-resorbierbarem Zucker (neben der Tatsache, dass er für viele “Zivilisationskrankheiten” verantwortlich zeichnet) massgeblich an der Krebsentstehung beteiligt ist. Bestimmte Krebsarten sind sogar durch Zuckerentzug therapierbar. (dazu reiche ich später noch einen Artikel nach)
So, das neue Jahr läuft schon wieder knapp zwei Wochen und ich habe meine Körperdaten-Charts upgedatet. Man sieht deutlich die Weihnachts- und Silvesterwoche. Ich habe die Feiertage genossen und kräftig geschlemmt. Das war auch so geplant. Wer um den Jahreswechsel versucht, Gewicht zu verlieren, straft sich und seine Nächsten mit Frustration.
Alltagsfutter
Jetzt gehts aber wieder abwärts. Im normalen Alltag kann ich meine Vorstellung von einer optimalen Ernährung einfach besser umsetzen und bin nicht den festtaglichen sozialen Zwängen unterworfen, mir minderwertiges, zuckriges oder fettes Zeug reinzustopfen. Ich werde in den nächsten Tagen nochmal was zu den Lebensmitteln schreiben, die ich beim Abnehmen bevorzuge.