me and the world

Der Trend geht ganz klar zur Zweitmeinung
Bei Diskussionen im Netz fällt mir immer wieder auf, dass Beharrlichkeit und Sturheit im Web offenbar als Tugenden gelten. Wenn jemand ein klares Statement abgibt, wird versucht, ihn bis in alle Ewigkeit darauf festzunageln.
WTF?
Wie bescheuert ist das denn? Meinungen können und sollten! sich ändern. Wer sich auf eine Position festnageln lässt, kann sich imho gleich den virtuellen Kopfschuss geben.
Ich fand Apple immer toll und habe viel darüber geschrieben … jetzt find ich’s Scheisse … na und? Who cares? Wär doch viel beknackter meine “Milliardeninvestitionen” in Apfel-Hardware wider besseren Wissens und der ganzen Defekte in bester Fanboy-Manier zu verteidigen.
Noch schlimmer wirds nur noch dann, wenn man – “verpflichtet” durch frühere netzverbale Ergüsse – selbst an seine unsinnigen Vergangenheitsweisheiten glaubt.

Die Zeit der langen Nächte ist vorbei
Mein Tagesablauf hat sich in den letzten zwei Jahren stark gewandelt. Ich habe mich zunächst tageweise Gabriels und seit einem halben Jahr auch ganzwöchig dem meiner Freundin angepasst:
7.30 Aufstehen, Kaffee kochen, Mail-/Servercheck, Zähneputzen
8.00 Chauffeur-Service zum S-Bahnhof Wannsee, ggf. kleine Einkäufe / Erledigungen
8.30 E-Mails bearbeiten, Nachrichten lesen/schauen, RSS, FlickR etc.
10.00 Arbeiten (operativ)
13.00 Mitagessen, Duschen, Katze verklopfen
14.00 Arbeiten (operativ)
18.00 Arbeiten (kreativ, administrativ)
19.00 Feierabend, Sport, Chillen
20.00 Abendessen
20.30 TV
0:00 Gute Nacht
Das läuft natürlich nicht so uhrwerkmässig ab. Die Liste ist nur so ein grober Anhaltspunkt zu welchen Tages-/Nachtzeiten ich aktiv bin. Gestern habe ich zum Beispiel bis 1:30 an meinem Rechner gefrickelt und bin heute dementsprechend müde ;-(
Ich muss aber sagen, dass ich immer noch das Gefühl habe, abends besser arbeiten zu können.

Aufräumen befreit
Auch wenn ich einige Ziele meines 13112008-Projekts (Gewicht/Arbeitszeit/Entspannung) noch nicht erreicht habe, so gibt es doch deutliche Fortschritte. Ich habe stückchenweise begonnen, on- und offline aufzuräumen.
Wir schleppen in unserem Leben viele Dinge mit uns herum, die wir gar nicht brauchen. Und das sorgt – gerade in stressigen Phasen – dafür, dass wir uns noch belasteter fühlen.
Meine bisherigen Offline-Aufräumarbeiten:
Meine bisherigen Online-Aufräumarbeiten:
Todo:
Das wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen. Aber nach jeder kleinen Aktion fühle ich mich deutlich besser.

Palmensamen, Postkarten und Liebesbrief von Udo
Mein Lieblingsstalker Udo, der mir immer noch 2-3 A4-Seiten pro Tag ins Kommentarsystem tippt (ich betrachte das aber als E-Mail-Ersatz und schalte das meiste aufgrund der Unzumutbarkeit nicht frei), hat mit mit einer kleinen Verspätung von einem Monat postalische Geburtstagsgrüsse zukommen lassen. Die waren zwar mit “D-1000 Berlin” adressiert, sind aber trotzdem angekommen. Und ich habe mich über diese Geste auch sehr gefreut. Obwohl es schwer ist, das von seinen verbalen Ausfällen zu trennen. Aber die “Frau in mir” schafft das
Solche Geschenke finde ich total herzlich. Es ist was lebendes, man hat u.U. Jahre was davon, es kostet fast nichts und zeigt trotzdem Zuneigung. Ich werde die Palmensamen natürlich sorgsam aufziehen und über die Fortschritte hier berichten.

Das sind ALDI-Blumen für 1,99 .. 2,99? Whatever ... ich erfreue mich in meinem Home Office schon seit einer Woche dran.
… was es heute zum Geburtstag gab:


Auch für Liefernasen sollte Freundlichkeit kein verzichtbarer Luxus sein
… sagt jedenfalls der GLS-Mann. Schon echt krass, was manche Angestellten sich trauen, zu Kunden zu sagen. Ich habs ihm nicht krumm genommen. Er wollte mir nur auf “charmante” Weise mitteilen, dass er heute schon eine andere Lieferung in Potsdam zugestellt hat, was für mich ein nützlicher Hinweis war.
Aber wenn bspw. die Postante mault, dass ich ja so selten zuhause bin oder andere Zustelldienste in der Annahme “Ich dachte, da ist eh keiner zuhause” gleich einen Benachrichtigungszettel in den Kasten werfen oder – noch schlimmer – die Lieferung ohne Benachrichtigung ans Depot zurückliefern, finde ich das schon weniger lustig.
Wer seinen Job nicht mag, soll kündigen. Es findet sich bestimmt ein anderer, der ihn übernimmt. Ansonsten erwarte ich, dass mir jede Sendung mit einem Lächeln übergeben wird und bei mir ein gutes Gefühl statt einem nachdenklichen Kopfkratzen zurückbleibt.
So, und jetzt gebt Euch Mühe, Ihr Liefernasen!
Ich mag solche Experimente. Und bevor mir das auch noch jemand zutraut: Nein, ich bin nicht für die Absenkung der Hartz IV Sätze auf 40 Euro
… ein Grundsatz, den ich für sehr wichtig halte, um mit sich und seinem Leben glücklich zu werden. Der frisch rasierte Pudel Robert Basic hat was dazu geschrieben und mich mal wieder daran erinnert.

Reagieren Frauen mit sexuelle Zuwendung auf Geschenke?
… diesem Rätsel ist man jetzt ein Stück weit auf die Spur gekommen. Es scheint in der Natur der Sache zu liegen, dass Geschenke die sexuelle Zugänglichkeit der “Weibchen” steigern. Jedenfalls ist das bei unseren Artverwandten, den Affen so. Die männlichen Affen verschenken Futter in der Hoffnung auf sexuelle Zuwendung.
Artikel bei Spiegel.de