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Als ich vor einigen Wochen gefragt wurde, ob ich Lust habe, den “Second Handy” Service von BASE auszuprobieren, habe ich spontan zugesagt.
Die Idee, gebrauchte Handys im generalüberholtem Zustand und von einem großen Anbieter kaufen zu können, hat mir auf Anhieb gefallen. Immerhin habe ich auch mein MacBook Pro und meinen iPod als “refurbished” Modelle gekauft und zwischen 20 und 30 Prozent gespart.
Nokia N85 als Second Handy von BASE – So gut wie neu
Ich war natürlich gespannt, in welchem Zustand das “Gebrauchte” bei mir ankommen würde. Bei Apple-Bestellungen sind die Gebrauchtgeräte kaum von Neuware zu unterscheiden.
Und auch bei BASE wurde ich nicht enttäuscht. Die BASE-Heftchen, die sicher nicht zum Standard-Lieferumfang des Nokia N85 gehören, waren das einzige Indiz dafür, dass ich kein Neugerät in den Händen hielt. Wie bei Geräten, die vom Hersteller aufbereitet werden, üblich, waren alle Verschleißteile (Handycover, Kabel, Akku) neu und mit den bekannten Schutzfolien versehen.
Über 50 Prozent Preisersparnis
Base hat mir das Nokia N85 zugeschickt, das es im Rahmen der Aktion für 114 Euro zu kaufen gab. Das Telefon kostet als Neugerät im Netz locker das Doppelte.
Base Second Handy Eckdaten
Nokia N85
Das Nokia N85 ist übrigens ein durchaus interessantes Handy für Alle, die noch ein eher klassisches Mobiltelefon suchen. Wer häufig mobil im Internet unterwegs ist, sollte lieber ein echtes Smartphone kaufen. Wer das Handy aber primär zum Telefonieren nutzt, gerne mal ein Spielchen wagt (ist ein N-GAGE Gerät) und sich über eine gute Kamera und einen MP3-Player mit extra slidebaren Bedientasten freut, ist mit dem Gerät bestens bedient.
Im Größenvergleich mit meinem T-Mobile G1 wird klar, das N85 ist deutlich handlicher:
Die Aktion “Second Handy” hat offenbar nicht nur mir gefallen. Die Handys sind inzwischen ausverkauft. Base wird aber so schnell wie möglich Nachschub besorgen und die Aktion dann wieder aufleben lassen. Wer sich also noch ein wenig gedulden kann, sollte den Link im Auge behalten.
Link: Base Second Handy
Disclaimer: Für dieses Review habe ich von BASE das Handy und eine SIM-Card kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Mir wurde bei der Erstellung des Reviews völlige journalistische Freiheit gewährt. Das Geschriebene entspricht meiner persönlichen Meinung.

Bei dem Hype, den iPhone und Android in den Medien produzieren, könnte man meinen, die Mobilfunkwelt wäre schon von den beiden Newcomern dominiert. Doch weit gefehlt! Beide Betriebssysteme sind zwar hervorragende Spielzeuge für technik-affine Nutzer und sogenannte Early Adopter. Den Massenmarkt in Deutschland dominieren aber Andere:
Mobiltelefon nach Hersteller
35,4% Nokia
22% Sony Ericsson
15% Samsung
8,6% Motorola
5,4% Siemens
Selbst der hochpreisige Smartphone-Markt wird nach wie vor von Nokia und Microsoft dominiert:
Smartphone Betriebssysteme
58,8% Nokia (Symbian)
18,4% Microsoft (Windows Mobile)
15,2% Apple (iPhone OS)
6,1% RIM (BlackBerry)
1,4% Google (Android)
Der Anteil der Smartphones ist in Deutschland noch immer gering. Lediglich etwa jedes zehnte Handy ist ein Smartphone.
Den Bereich der Business-Kunden dominiert Microsoft mit einem Marktanteil von über 70 Prozent.
Der Markt ist noch nicht verteilt
Eines dürften die Zahlen klar machen. Der Markt für das Handy-Betriebssystem der nächsten Generation ist noch nicht verteilt. Apple und Google konnten Achtungserfolge erzielen. Mit einer Verbreitung von deutlich unter 2 Prozent der in Betrieb befindlichen Handys ist man allerdings weit von einer Marktdominanz entfernt.
Das “Windows 7″ des Handy-Markts?
Seit Ende 2009 gibt es im Handel die ersten Handys mit dem Microsoft Betriebssystem Windows Mobile 6.5, das einen kleinen Vorgeschmack auf Windows Mobile 7 liefert, das voraussichtlich im Herbst erscheint.
Dass man Microsoft in Punkto Trend-Adaption und Lernfähigkeit nicht zu früh aufgeben sollte, hat Windows 7 eindrucksvoll bewiesen. Noch nie wurde ein Betriebssystem derart einhellig von Fachpresse und Benutzern gelobt.
Windows Mobile 6.5 Verbesserungen
Während Geschäftskunden sich offenbar schon längere Zeit mit Windows Mobile zufrieden zeigen, will man den Privatkundenmarkt künftig besser adressieren. Die Verbesserungen, die mit Windows Mobile 6.5 umgesetzt wurden, zielen eben darauf ab:
Auch wenn der “große Knall” in Punkto Bedienung erst für die nächste Version erwartet wird, sind die Verbesserungen signifikant und schieben die Benutzerfreundlichkeit von Windows Handys ein großes Stück in Richtung iPhone voran.
Windows Mobile 6.5 Demo
Ich hatte die Gelegenheit, Windows Mobile 6.5 auf einem LG GM750 zu testen. Während mich das Handy aufgrund seines resistiven Screens (man muss Druck ausüben -> das iPhone hat einen kapazitiven Screen = Berührung reicht) nicht begeistern konnte, hat Windows Mobile 6.5 einen deutlich besseren Eindruck hinterlassen. Man hat die wichtigsten Trends der letzten zwei Jahre adaptiert, ohne Windows Mobile Stammkunden durch allzu große Brüche in der Benutzerführung zu verschrecken.
Negativ aufgefallen sind mir Teile des Betriebssystems, die offenbar noch nicht für Touchbedienung überarbeitet wurden. Man findet noch an vielen Stellen keine Buttons und Icons – ein Erbe der Stift-Bedienung der letzten Smartphone-Generation, das allerdings schon in der allerneusten Version (6.5.3) in der Mottenkiste verschwunden ist.
Windows Mobile 6.5.3
Hier hat man globale Icons und eine versteckte Toolbar in das System integriert und systemweit für eine deutlich gesteigerte Fingerfreundlichkeit gesorgt. In diesem Video kann man sich von den Verbesserungen überzeugen. Windows Mobile 6.5.3 ist in Kürze als Update verfügbar und findet sich vorinstalliert auf dem Sony Ericsson “Aspen”.
Fazit: Mit Windows Mobile 6.5.3 kann Microsoft in Punkto Benutzerfreundlichkeit auf das iPhone und die Android-Plattform aufschließen. Man darf gespannt sein, was das nächste große Release (Windows Mobile 7) im Herbst zu bieten hat. Vielleicht gelingt Microsoft damit – wie zuvor auf dem Desktop – ein Überraschungserfolg.