Mountainbike / Rennrad Kette reparieren

19 Sep 2009 In: Sport
Mit einem Montageständer fallen solche Reparaturen leichter

Mit einem Montageständer fallen solche Reparaturen leichter

Ich prädige es immer wieder und trotzdem ist es mir selbst passiert: Ich habe an einer Steigung unter Last geschaltet und mit einem mächtigen Krach flog der Gang rein. Unschöne “Nebenwirkung”: Nach der Steigung sind die Gänge “gesprungen”. Egal, in welche Übersetzung ich auch schaltet – die Kette machte lustige Geräusche und sprang über.

Mein erster Gedanke galt natürlich der Schaltung. Eine kurze Prüfung: Die Bowdenzüge waren i.O. und die Schaltung prima eingestellt. Nach eine Weile der Fehlersuche war das Problem gefunden. Ein Kettenglied war so zerquetscht, das es nicht mehr beweglich war und die Übersprünge verursachte.

Das ist aber kein Drama: Ein Investment von 1,25 Euro und 5 Minuten Zeit und das Problem ist vom Tisch.

Und so gehts: Kette reparieren in 5 Minuten

benötigtes “Werkzeug”: Kettennietdrücker, Kettenschloss

1. Defektes Kettenglied entfernen

Als erstes muss man das defekte Kettenglied entfernen. Dazu drückt man mit einem Nietdrücker beide Nieten des defekten Glieder heraus.

Defekte Kettenglieder entfernt man mit einem Nietdrücker

Defekte Kettenglieder entfernt man mit einem Nietdrücker

2. Kettenschloss einsetzen

Danach setzt man das Kettenschloss in die entstandene Lücke. Kettenschlösser gibt es in jedem Fahrradladen. Die Anzahl der Ritzel (hintere Zahnkränze) ist alles, was der Verkäufer dazu wissen muss.

Mit dem Trick schliesst sich das Kettenglied einfach

Mit dem Trick schliesst sich das Kettenglied einfach

3. Kettenschloss schliessen

Die Kunst besteht nun darin, das Kettenschloss zu schliessen. Dazu kann man “wie ein Elch” auf beiden Seiten des Kettenschlosses ziehen. Erfahrungsgemäß haben schmächtige Radfahrer aber kaum die dazu nötige Kraft. Einfacher ist es, das Hinterrad zu blockieren und dann mittels Pedalen kräftigen Druck auf die Kette auszuüben. Das gelingt auch verweichlichten Bürohengsten.

PS: Bei meinen Rennrad-Touren habe ich immer Kettennietdrücker und Kettenschloss dabei. Bei meinen Mountainbikefahrten verzichte ich darauf, weil die Strecken nicht so lang sind.

Die echten Piraten …

2 Aug 2009 In: Sport

… sitzen sich ganz bestimmt nicht in irgendwelchen Parteien den Hintern breit.

Nein! Die brechen selbst bei rauher See zu solch abenteuerlichen Routen auf. War zwar ein “bisschen” langsamer als das Joggen neulich. Aber deutlich amüsanter.

Fitnesszustand

30 Jul 2009 In: Sport
Meinen Trainingszustand hatte ich mir schlimmer vorgestellt

Meinen Trainingszustand hatte ich mir schlimmer vorgestellt

Trotz zahlreich vorhandener guter Gründe Ausreden, ist es mir heute gelungen, meinen adipösen Körper eine halbe Stunde durch den Wald zu schleifen.

Und obwohl ich schön darauf geachtet habe, meinen Puls im GA1-Bereich zu halten, konnte mich das Ergebnis begeistern.

6,4 km
29 min

… sind jetzt nicht wirklich schlecht dafür, dass ich in diesem Jahr noch nicht allzu viel Sport getrieben habe. Aber scheinbar konnten die regelmässigen Spaziergänge meine Grundkondition der letzten Jahre halbwegs konservieren.

Lance Armstrong: Tour de France gegen den Krebs

15 Jan 2009 In: Sport
Lance Armstrong: Fährt Tour im Zeichen des Anti-Krebs-Kampfes

Lance Armstrong: Fährt Tour im Zeichen des Anti-Krebs-Kampfes

Oft wurde in den vergangenen Wochen gefragt: Wieso tut er sich das nochmal an? Nach sieben Tour de Fance Siegen – was soll da kommen? Mit 38 Jahren als Rennopa? Manche Journalisten sprachen sogar von einer Lose-Lose-Situation. Wenn Lance verliert, wird über seinen “erbärmlichen Comeback-Versuch” gelacht. Wenn er gewinnt, tauchen die Dopingvorwürfe wieder auf.

Dabei geht es Lance um etwas ganz anderes …

Er fährt zwar für das Astana-Team – allerdings ohne Gehalt und – wenn ich das richtig verstanden habe – ohne Team-Trikot. Lance Armstrong wird vermutlich das “Livestrong”-Trikot seiner Anti-Krebs-Stiftung tragen, die von so prominenten Gönnern wie Bill Clinton unterstützt wird, und damit Werbung für einen Anti-Krebs-Gipfel machen, der direkt im Anschluss an die Tour startet. Ob das Tragen des Trikots während der Rennen möglich ist, weiss ich nicht. Aber Lance ist schon zu den Presseterminen so erschienen.

Ich trage selbst seit Jahren diese gelben Livestrong-Armbänder  …

(inzwischen habe ich das Dritte verschlissen). Zum einen möchte ich damit meine Solidarität und Hilfs-/Gesprächsbereitschaft gegenüber Krebspatienten signalisieren – zum anderen erinnere ich mich damit selbst daran, mehr auf mich zu achten.

Background

Lance Armstrong war 1996 selbst an Krebs erkrankt. Kaum ein Arzt glaubte damals an eine Heilung. (Lance’ Hodenkrebs hatte sich mit Mestastasen in Lunge und Gehirn manifestiert, eigentlich ein sicheres Todesurteil) Dank schneller Operationen, agressiver Chemotherapie und einer Kämpfernatur konnte er aber schon zwei Jahre später wieder auf dem Rennrad sitzen. Und in den folgenden Jahren sieben Mal hintereinander die Tour de France gewinnen.

Aktueller Trainingsplan

13 Dec 2008 In: Sport
Jedes Ziel braucht einen guten Plan ...

Jedes Ziel braucht einen guten Plan ...

Bevor ich mich wieder ernsthaft mit Taekwondo auseinandersetzen kann, muss ich erstmal fit werden. Dieses Jahr war sehr sportarm und Kampfssporttraining stellt – gerade beim sportlich orientierten Taekwondo – schon recht hohe Anforderungen an die körperliche Fitness.

Die Vorbereitung

Mein “Vorbereitungsprogramm” sieht aktuell so aus:

Montag: 30 min Joggen, 15 min Techniktraining
Dienstag: 300 Liegestütze
Mittwoch: 300 Liegestütze
Freitag: 15 min Techniktraining, 30 min Joggen
Sonntag: 30 min Joggen, 15 min leichtes Krafttraining

Das sind insgesamt so ca. 3-4 Stunden pro Woche und trotz 5 Tagen Sport sind für alle Muskelgruppen ausreichende Regenerationsphasen eingebaut. Ich werde das jetzt erstmal 3-4 Wochen so durchziehen. Dann wird umgestellt (Steigerungsläufe, Schwimmen, “stressigeres” TKD Training).

2-3 Monate Vorbereitung

Insgesamt werde ich wohl 2-3 Monate brauchen, bis ich mich fit genug fühle, wieder ein richtiges Taekwondo-Training zu absolvieren. Das Joggen läuft übrigens erstaunlich gut. Die vielen Spaziergänge des Jahres 2008 scheinen also doch ein bißchen gewirkt zu haben. Ich bin normalerweise ein ziemlicher Joggingschwächling. Selbst zu Zeiten, wo ich mit dem Rennrad 350 km an einem Tag gefahren bin und danach gefragt habe “Und wo fahren wir morgen hin?” war das mit dem Joggen eher so auf Sonntagssportler-Niveau.

1.000 Liegestütze pro Tag?

12 Dec 2008 In: Sport
Machen Liegestütze einen schlanken Fuss?

Liegestütze (Push-Ups) trainieren zahlreiche Muskelgruppen

Ich habe mich gerade mal wieder durch meine Blogroll geklickt und als ich beim Torsten ein Posting zum Thema “100 Liegestütze” gesehen habe, musste ich schmunzeln. Wir haben im Büro nämlich auch gerade einen kleinen “Wettbewerb” gestartet.

Bildschirmpausen – einmal die Stunde – sind wichtig und sinnvoll. Noch sinnvoller werden sie, wenn man sich dabei bewegt. Und genau das tun wir seit drei Wochen. Wir machen einmal die Stunde Liegestütze (vorerst 20er Serien) und kommen so auf 200-300 Liegestütze pro Tag.

Keine Ausreden!

Was uns am Anfang mit morgentlichem Muskelkater quittiert wurde, läuft langsam immer “geschmeidiger”. Unser Ziel sind 100er Serien mit einer Gesamtzahl von 1.000 pro Tag. Das kostet kaum mehr als eine halbe Stunde und trainiert eine ganze Reihe von Muskelgruppen (Arm, Bauch, Rücken, Schulter …).

Liegestütze kann man immer und überall machen. Es gibt keine Ausreden wie schlechtes Wetter, geschlossene Sportanlagen oder zu wenig Zeit. Naaa … Lust bekommen? Wer macht mit?

Taekwondo (ITF/WTF) – einmal für immer …

9 Dec 2008 In: Sport
Vollkontakt-Freikampf WTF-Taekwondo

Vollkontakt-Freikampf WTF-Taekwondo

Nachdem ich als Kind 6 Jahre Radsport im DDR-Leistungssport betrieben habe, war mir die Lust auf die schnellen Reifen erstmal für lange Zeit vergangen. Wie die meisten von Euch wissen, habe ich diese Leidenschaft 2005 wiederentdeckt und bei Temperaturen > 20° grossen Spass auf meiner “Biene Maja”.

Allerdings hat mich schon länger gestört, dass der Winter dann “sportfrei” ist. Die letzten Jahre habe ich mich mit ein bisschen Workout und Schwimmen so leidlich versucht fit zu halten. Dieses Vorhaben würde ich mal jovial als “gescheitert” bezeichnen.

Die Suche nach einer Wintersportart ging also weiter. Und wie so oft, liegt das Gute so nah. Ich habe eigentlich nie aufgehört, meine Kampfsportfähigkeiten auf dem vorhandenen Niveau zu halten. Ich habe in den letzten Jahren einiges trainiert: Taekwondo (WTF, Vollkontakt), Taekwondo (ITF, Halbkontakt), Modern Arnis, Jiu-Jitsu. Meine Leidenschaft gilt aber immer noch dem eleganten und dynamischen Taekwondo mit seinen hohen Tritten.

Ich habe schon vor drei Jahren die Berliner Vereinsszene “gescannt”, aber nichts wirklich passendes gefunden. Ich mag nämlich den ITF-Freikampf (Halbkontakt) – habe meine Gürtel aber im WTF (dort ist der Freikampf Vollkontakt). Ich fühle mich aber zu “reif”, um mir mit dem Fuss volle Suppe an den Schädel treten zu lassen:

WTF (Vollkontakt)

Ein passendes Foto seht Ihr oben. Man kämpft mit leichten Fussschützern, Weste und Kopfschutz. Erlaubt sind Treffer mit dem Fuss zum Kopf, und auf die Weste. Mit den Fäusten darf nur auf die Weste, aber nicht zum Kopf geschlagen werden. Die Treffer zählen nur bei “Wirkung” – man muss die Techniken also kraftvoll ausführen, damit der “Einschlag” für die Kampfrichter sichtbar ist. Das führt dann teilweise zu bösen K.O.s (siehe Video 1 | Video 2). Ausserdem fehlen die Handtechniken zum Kopf, weshalb die WTF-Leute ihre Deckung meist “lässig” runterhängen haben.

ITF-Taekwondo (Halbkontakt)

Dazu habe ich meiner Bilddatenbank keine Fotos gefunden, so dass ich mich mal fix mit meiner Digicam bewaffnet habe und Euch ein paar Fotos geschossen habe …

ITF-Taekwondo (Halbkontakt) mit Fuss- und Handschutz

ITF-Taekwondo (Halbkontakt) mit Fuss- und Handschutz

Wie Ihr auf den Fotos seht, kämpft man beim ITF-Taekwondo mit Hand- und Fussschützern. Es sind Faust- und Fusstechniken zum Kopf und zum Körper erlaubt. Eine “Wirkung” ist beim Halbkontakt nicht erforderlich. Die Treffer zählen also einfach, wenn sie ins Ziel gelangen. Im Gegenteil – es ist beim Halbkontakt sogar kontraproduktiv, wenn erkennbar ist, dass man den “Halbkontakt” grosszügig auslegt und den Gegner zu verletzen versucht. Natürlich ist man ohne die Weste auch deutlich beweglicher.

Bisher habe ich – bedingt durch mein Arbeitspensum (siehe Work-Life Balance Posting) immer das Gefühl gehabt, für ein regelmässiges Taekwondo-Training keine Zeit zu haben. Das ist aber Quatsch und eine dumme Ausrede! Die 3-4 Stunden pro Woche sind immer übrig. Da ich keine festen Arbeitszeiten habe, könnte ich das Nachmittagstraining der Vereine nutzen. Und die “geopferte” Zeit wird sich vermutlich allein durch die gesteigerte Produktivität nach einem mental ausgleichenden Sport wie Taekwondo “rentieren”.

Ich habe jetzt noch bei ein paar Vereinen angefragt, bei denen nicht klar erkennbar ist, welchen Stil sie trainieren. Am liebsten wären mir aber Trainingspartner, die die “Stilfrage” nicht so eng auslegen und beides trainieren. Wenn jemand einen Tipp hat – her damit!

Ich freu mich schon auf die Tour de France 2009

24 Sep 2008 In: Sport

… mit Lance Armstrong im Astana Team. Der Mann ist einfach in jeder Hinsicht bewundernswert. Der kann von mir aus auch mit zwei EPO-Spritzen im Arm den Col du Tourmalet hochfahren … dann finde ich den immer noch toll!

Tour de France: Spanien, so wird das nichts

17 Jul 2008 In: Sport

Meine Lieblingsmannschaft – Saunier Duval - ist leider draussen. Nachdem Teamkapitän Riccardo Ricco positiv auf EPO getestet wurde, hat der spanische Rennstall sein komplettes Team zurückgezogen. Vor Ricco waren bereits die Spanier Manuel Beltran (Team Liquigas) und Moises Duenas (Team Barloworld) positiv auf EPO getestet worden.

Dat nervt! Damit ist natürlich auch mein Lieblingsfahrer raus.

Alejandro Valverde ist ein ganz heisser Kandidat für den Sieg der diesjährigen Tour de France. Und Doping? Ja, da gab es Verdachtsmomente. Doch ehrlich gesagt, nervt mich dieses Thema und damit verbundene Scheinheiligkeit sehr.

Die Tour de France war in ihrer Geschichte noch nie dopingfrei (kurz nach der Jahrhundertwende wurde bereits mit Rotwein und Kokain gedopt) und wird es auch nie sein. Naheliegender Grund: Weiterlesen »