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Eine Einteilung der täglichen Arbeitszeit sorgt für entspannteres Arbeiten
Im Ringen um mehr Produktivität und weniger verschwendete Arbeitszeit bin ich mit der Reduzierung meiner Wochenarbeitszeit und dem Killen sämtliche “Nutzlosanwendungen” (Twitter, Skype, ICQ) schon ein ganzes Stück weitergekommen.
Aktuell habe ich mir die Einteilung der täglichen Arbeitszeit vorgenommen und den Tag in handliche Pakete geteilt:
09.00 – 10.00 Warming Up (Mails / Stats checken, News lesen, RSS etc.)
10.00 – 13.00 Intensivphase
13.00 – 14.00 Mittag
14.00 – 17.00 Intensivphase
17.00 – 19.00 Cooling Down (Mails / Stats checken, News lesen, RSS etc.)
In den Intensivphasen ist alles, was nicht zu den Kernaufgaben eines Portalunternehmens gehört tabu. Wieviele Aufgaben ich in den jeweils drei Stunden erledige, passe ich meiner TODO-Liste an.
Ich suche mir, wie gehabt, immer die Aufgabe aus, die mir am meisten Spass macht. Und ich mache sie genauso lange, wie sie die ist, die mir am meisten Spass macht. Meist ist dann nach einer Stunde der “Drive” raus und ich suche mir einen neuen Task von der Liste.
Kurze Pausen
Ich versuche auch, nach jeder Stunde eine kurze Pause (ca. 5 min) zu machen, meine Augen ein bisschen zu entspannen und meine müden Glieder ein wenig zu bewegen.
Team- und Einzelarbeitsphasen
Wenn wir in Potsdam arbeiten, verbringen wir die Intensivphasen an getrennten Arbeitsplätzen, um die Ablenkungsgefahr durch spontane Zurufe und daran anschliessende Diskussionen zu verringern. Teamaufgaben und Besprechungen werden ausserhalb der Intensivphasen absolviert.
Ich bin schon sehr gespannt, wie sich diese Einteilung bewährt. Sie scheint mir jedenfalls deutlich tauglicher als das heterogene Verteilen von Einzel- und Teamarbeitsphasen.
Tjark
April 18th, 2009 at 7:22 pm
Deine Einteilung der Arbeitszeit macht Sinn. Finde ich gut!
Meine Produktivität und die Organisation meiner Arbeitszeit lässt sehr zu wünschen übrig! Da habe ich echte Defizite.
Aber für mich ist so eine “konsequente” Einteilung nichts!
Was wenn ich mal Lust auf eine lange Mittagspause habe? Oder ich von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr mehr Lust auf Mountainbike fahren habe als auf Content online stellen?
Oft hänge ich dafür abends lieber nochmal ne Stunde dran!
Das “spontane Entscheiden” was ich tue ist doch genau das was ich an meiner Selbständigkeit so schätze!
Effektiver ist Deine Arbeitsweise ganz sicher, aber mir zu strukturiert, da komme ich mir fast wie ein Beamter vor!
)
(Aber nein, kein Beamter ist von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr im Büro!
Was Du in deinen Warming Up oder Cooling Down Phasen machst, erledige ich 3-5 mal am Tag so zwischendurch zur “Entspannung”! – Richtig – dabei geht viel Zeit verloren!
Sebastian
April 18th, 2009 at 7:34 pm
Ja, die Aufteilung ist auch kein Dogma. Wenn ich Lust habe Fahrrad zu fahren, fahre ich Fahrrad. Das ist dann für mich aber nur noch bedingt ein Arbeitstag.
Diese “Routine” ist für – sagen wir – 70-80 Prozent der Tage nützlich. Wenn ich Ideen entwickele oder was grösseres programmiere taugt sie nichts.
Ben
April 19th, 2009 at 7:09 am
Interessantes Vorhaben und Konzept.
Ich beschäftige mich schon seit längerem mit dem Thema Produktivität und habe auch schon verschiedene Dinge ausprobiert.
Gerade in Bezug auf Instant Messenger und E-Mails habe ich positive Erfahrungen gemacht, diese Dinge waren in meinem Arbeitsalltag ein sehr großer Blocker.
Auch interessant ist es die Einstellung in Bezug auf “Arbeit” zu ändern, definiert man seine Arbeite als etwas was Spaß macht, ist es ein leichtes die “gefühlte” Arbeitszeit pro Woche (ähnlich Vier Stunden Woche von Tim Ferris) massiv zu reduzieren.
Ich bin gespannt wie lange du dieses Prinzip durchhälst und ob es sich als wirklich produktiv erweist.
Olaf
April 19th, 2009 at 2:54 pm
**und dem Killen sämtliche “Nutzlosanwendungen” (Twitter, Skype, ICQ)
Ich freue mich, dass wenigstens Du über Skype, Twitter und ICQ dasselbe denkst wie ich. Skype und Twitter halte ich für totalen Müll und habe ich nie genutzt. ICQ habe ich vor Jahren mal benutzt (so 2001), als es dort noch Free SMS gab.
Ich habe über das Thema “effektiv arbeiten” viel nachgedacht und bin für mich persönlich zu folgendem Ergebnis gekommen:
-Jegliches Standard- Tagesgeschäft delegiere ich.
.
-Die Arbeitszeit mache ich von meiner Tagesform (z.B. Topform oder Erkältung) und von den Freizeitmöglichkeiten abhängig. Morgen nachmittag 15:00 Uhr gehe ich schwimmen, satt Statistiken lesen
-Das Rumtreiben in Webmaster/ Affiliate- Foren und Blogs bringt nicht viel. Das werde ich darauf beschränken, neue Trends zu erkennen.
Die 4- Stunden- Woche von Tim Ferris ist Quatsch für jemanden, der Mitarbeiter anleitet, und auch persönlich präsent sein muss.
Bei mir ist es auch so (jetzt zum Beispiel): Ich habe manchmal gerade nix besonderes zu tun, also checke ich die Emails und treibe mich in Foren etc. rum.
Besonders am Wochenende werde ich in Zukunft versuchen, komplett von der Arbeit abzuschalten. Es gab noch nie etwas wichtiges, was nicht noch bis Montag Zeit gehabt hätte.
Sebastian
April 19th, 2009 at 4:32 pm
> Die 4- Stunden- Woche von Tim Ferris ist Quatsch für
> jemanden, der Mitarbeiter anleitet, und auch persönlich präsent
> sein muss.
Ist für mich auch nicht realisierbar. Meine Tätigkeit ist primär “aufbauend” und das kann man kaum sinnvoll delegieren. Man sieht ja, wie häufig das selbst den Gründern misslingt.
Aber der gute Tim hat ja schon mehrfach erklärt, dass er auch sehr viel arbeitet.
Tjark
April 19th, 2009 at 9:30 pm
Skype und ICQ hatte ich noch nie und brauche ich auch nicht!
Twitter nutze ich erst seit 3 Tagen! http://twitter.com/BerlinPortal Mal schauen ob es was bringt!
Ringo
April 20th, 2009 at 12:32 pm
Ich sehe gerade: Mein normaler Arbeitstag deckt sich exakt mit deinem. Dazwischen kommt eigentlich nur gelegentlich mein Kind. Z. Bsp. wenn ich es nachmittags mal zum Kinderturnen fahre….