Langfristigkeit 20 / 80

16 Feb 2010 In: livestream

Der Plan ist klar: Softclick muss wieder mehr Umsätze aus langfristigen Inhalten generieren:
klickste

In den letzten zwei Wochen habe ich ca. 20% meine täglichen Arbeitzeit auf diesen Shift verwendet.

Ich hoffe, diesen Anteil nach und nach ausbauen zu können.

Die Tatsache, dass ich wieder Taekwondo trainiere (2×3 Stunden, 1×2 Stunden pro Woche), hilft mir da leider nicht so wirklich. Mit Vor-/Nachbereitung und zusätzlichen Übungen konsumiert das Training ca. 10 Stunden meiner Zeit.

Ich muss mich erst daran gewöhnen, mit weniger Arbeitszeit auszukommen.

Kann man sich über seine Arbeit definieren?

4 Nov 2009 In: Leben

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Meine Lieblingslady hat mal wieder ein Statement abgelassen, das gar nicht so “gaga” ist. Sie wurde von MTV mit den Worten:

The misconception that the music and the work is separate from me as a human being is so misinformed and wrong. I am my work. I am every breathing moment of my life.

zitiert. Ein Statement, das zu besten Work-a-holic Zeiten sofort meinen Beifall geerntet hätte. Inzwischen sehe ich das etwas anders.

Was ist Arbeit für mich?

Meine Arbeit ist ein ganz wichtiger Teil in meinem Leben. Die Ergebnisse meiner Arbeit sind Ausdruck meiner Persönlichkeit. Und die Leidenschaft für mein Unternehmen hat in den letzten 11 Jahren alle Widrigkeiten und Tiefschläge überstanden. Ich brenne heute mehr denn je für SOFTCLICK.

Es gibt für meine Selbständigkeit mehr als einen Notfallplan und vermutlich würde ich eher nach Südamerika auswandern, um meine Lebenshaltungskosten in die Nähe des Nullpunktes zu drücken, als mich aus finanzieller Not in einem Angestelltenverhältnis zu prostituieren.

Was ist Leben?

Und dennoch, ist meine Arbeit nicht mein Leben. Mein Leben dreht sich um viele Interessen, den Austausch mit interessanten Menschen, das Aufsaugen von Wissen und das Genießen der schönen Seiten dieser Welt. Freundschaft, Liebe und Gesundheit haben für mich einen Stellenwert, der deutlich über den wirtschaftlichen Ambitionen steht.

(Lady Gaga / Foto: Meeno)

Update: Life-Work Balance / Gewicht etc.

24 Mar 2009 In: Leben
Tote Pflanzen müssen eindeutig wieder öfter auf meinen Teller

Tote Pflanzen müssen eindeutig wieder öfter auf meinen Teller

Ich bin heute endlich mal wieder dazu gekommen, meinen Gewichtschart upzudaten. Auf die anderen Charts (Muskeln, Wasser, Körperfett) verzichte ich vorerst, da mir das Updaten zu aufwendig ist. Ich zeichne aber alle Daten weiterhin auf.

Die Sache mit dem Gewicht

Der März war kein besonders progressiver Monat, was das Erreichen meines Gewichtsziels (<75 kg) angeht. Dafür war die mangelnde Bewegung verantwortlich. Das darf ich definitiv nicht einschlafen lassen. Seit einer Woche fahre ich wieder mein Minimalprogramm (Spaziergänge, Liegestütze, Kicks) und merke, wie ich mich deutlich besser und energetischer fühle.

Sport ist kein Luxus

Es ist eben ein Irrglaube, dass – wenn man geschäftlich unter Druck ist – der Verzicht auf Sport mehr Zeit liefert. Es ist zwar nicht immer einfach, der körperlichen Trägheit in stressigen Zeiten zu entkommen. Aber die Belohnung dafür ist umso grösser.

Trinken ist wichtig

Ausserdem trinke ich zu wenig. Das ist natürlich sehr hinderlich, wenn man Gewicht verlieren will. Kaltes Wasser treibt den Energieumsatz nach oben und die ca. 2 Liter angepeilte tägliche Trinkmenge sorgen auch für ein schnelleres Sättigungsgefühl beim Essen.

Arbeitspensum

Beim Arbeitspensum konnte ich die Reduzierung beibehalten. Die Zeiten durchklickter Nächte sind vorbei und da gab es auch keinen Rückfall. Allerdings muss ich noch effektiver werden. Ich verbrauche immer noch zuviel Zeit für sinnlose Dinge (Twitter lesen, RSS lesen, E-Mails lesen, Surfen).

Entspannung

An dieser Baustelle geht’s auch voran. Ich habe mich vom Lesen auf Hörbücher verlegt. Das schont meine eh strapazierten Augen und sorgt in vielen Fällen dafür, dass ich nach 20 min. einfach unbemerkt einschlafe.

Früh aufstehen

Meine Aufstehzeiten haben sich deutlich nach vorn verlagert. War es bis 2006 noch normal, bis Mittags zu schlafen und bis 2008, um 10.00 Uhr aufzustehen, sitze ich jetzt oft schon zwischen 8.00 und 9.00 Uhr am Rechner.

Veränderung

11 Dec 2008 In: Leben
Ein Optimist ist jemand, der genau weiss, wie traurig die Welt sein kann, während ein Pessimist täglich neu zu dieser Erkenntnis gelangt. (Peter Ustinov)

Ein Optimist ist jemand, der genau weiss, wie traurig die Welt sein kann, während ein Pessimist täglich neu zu dieser Erkenntnis gelangt. (Peter Ustinov)

Ich habe ja in meinem Work-Life Balance Posting schon geschrieben, dass ich einiges in meinem Leben ändern will. Hauptaugenmerk liegt auf einer drastischen Arbeitsentlastung, die mir ein Stück weit “mein Leben” zurückgeben soll.

Neben einer gesunden Ernährung und der Wiederherstellung meiner körperlichen Fitness, steht auch der mentale Ausgleich ganz oben auf der Liste. Ich war im letzten Jahr eigentlich ständig unentspannt und gereizt. Mein Geist war nur mit meinen Geschäften beschäftigt und hat die anderen Dinge um mich herum kaum wahrgenommen.

Wie ein Phönix aus der Asche?

Was mich am meisten geschockt hat, ist die Tatsache, dass ich meinen unerschütterlichen Optimismus einzugebüßt habe. Ein Chatgespräch, das ich mit einem Freund im Spätsommer dieses Jahres geführt habe, hat mich in dieser Hinsicht so ins Grübeln gebrach, dass es mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist:

13:55:22 xxx: das passt irgendwie alles…
13:55:30 xxx: krank werden, urlaub versiebt…
13:55:38 xxx: firma rennt nicht
13:55:41 xxx: hmpf.
13:56:15 xxx: spiel mal wieder das vorbild ;-)
13:56:49 xxx: zumindest in willen und gedanken, warst du das immer.

Das darf NIE wieder passieren! Mein unerschütterlicher Optimismus und der Wille, selbst die schlechtesten Dinge zum Positiven zu wenden, sind mir zu wichtig, sie – auch nur temporär – zu verlieren.

Damit ich mich selbst ein wenig mehr in die Pflicht setze und alte Verhaltensweisen sich nicht wieder einschleifen, werde ich die Veränderungen hier im Blog dokumentieren. Damit das nicht immer die Beiträge “vollmüllt”, habe ich eine separate Seite dafür angelegt. Details – wie Buchtipps oder echte Meilensteine – werde ich natürlich auch weiterhin bloggen.

Work-Life Balance

2 Dec 2008 In: Leben

2006 hatte ich es geschafft

… mein Lieblingsunternehmen (Softclick) war nach knapp zwei Jahren den Kinderschuhen entwachsen, die gesamten Arbeitsläufe waren etabliert und zum größten Teil outgesourced. Ich konnte ab April die Beine hochlegen, mein Arbeitspensum drastisch reduzieren und mich nach knapp 8 Jahren Selbständigkeit mal wieder meinen Hobbys (Rennrad fahren, Fotografieren etc.) und meinen Freunden widmen.

Im Sommer 2007

… habe ich dann eine neue Herausforderung gesucht und gefunden. Zusammen mit Gabriel wollte ich eine kleine Denkfabrik (www.yabonga.de) in Potsdam schaffen, die im Team Internet-Geschäftsmodelle evaluiert und umsetzt. Zusammen mit dem anziehenden Wettbewerbsumfeld für Softclick war das defacto ein 24/7-Job. Den habe ich gerne und mit Begeisterung gemacht. Etwas Neues entstehen zu sehen, hat immer seinen ganz besonderen Reiz.

Im November 2008

… waren die Akkus leer. Gerade in der Phase vor meiner Darmspiegelung und einer zweiwöchigen, üblen Erkältung hatte ich viel Zeit, darüber nachzudenken, wie wichtig mir mein privates Leben und meine Gesundheit sind. Mein Rennrad hat sich 2007 gelangweilt. Ich war oft gereizt, müde und nervös zugleich. Mein Gewicht hatte sich längst wieder dem sportlosen Niveau vor 2006 angenähert.

Zeit für Veränderung

Seit einigen Wochen treibe ich wieder Sport (Schwimmen, moderates Workout und ein wenig Taekwondo). Ich ernähre mich bewußter (dazu schreibe ich bestimmt später im Detail nochmal etwas) und werde jetzt damit beginnen, mein Arbeitspensum auf das “Normalniveau” von 50 Stunden herunterzufahren. Yabonga ist inzwischen auf einem guten Weg – ein positiver Cashflow auf Monatsbasis erreicht.

Mein Gewicht sinkt wieder, der Ruhepuls auch

Wie einige Wochen Sport und bewusste Ernährung den Körper verändern ...

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Learning

Wochenarbeitszeiten von 90+ Stunden gehören für mich definitiv der Vergangenheit an. Der Preis für ein solches Arbeitspensum ist einfach zu hoch. Wer 90+ Stunden arbeitet, hat auch in den restlichen Wachstunden kaum etwas anderes als die Company im Kopf.

Ich danke allen, die Opfer meiner “Überarbeitungslaunen”, meiner geistigen “Abwesenheit” und meines Zeitmangels geworden sind und trotzdem zu mir gehalten haben.